Seit diesem Schuljahr arbeiten Lehrkräfte unserer Schule mit Kolleginnen und Kollegen verschiedener Grund- und Realschulen aus unterschiedlichen Regionen Bayerns in der AG Hitzeresiliente Schulen zusammen. Ziel ist es, gemeinsam beispielhafte Lösungen und Strategien zu entwickeln, wie Bildungseinrichtungen zukünftig besser auf die zu erwartenden zunehmenden Hitzebelastungen vorbereitet werden können. Beraten und unterstützt werden sie dabei von der Deutschen Allianz Klimawandel und Gesundheit - KLUG e.V.
In diesem Zusammenhang fand an der Grundschule Schwarzenbruck am Dienstag, den 12.05.2026, der Aktionstag „Kinder und Jugendliche im Hitzestress“ statt, zu dem die Schülerinnen und Schüler der Klasse 5 F unserer Realschule eingeladen waren. Kinder einer 4. Klasse der Gastgeberschule präsentierten nach der Begrüßung zunächst die Ergebnisse ihres Projekts zur Klimaerwärmung und verdeutlichten, was Letzendes dazu beiträgt, dass die Temperaturen in den nächsten Jahren steigen werden. Anschließend stand ein besonderer Expertendialog auf dem Programm: Dr. Martin Herrmann, Vorsitzender der Deutschen Allianz für Klimawandel und Gesundheit, war in der Bürgerhalle Schwarzenbruck anwesend, während der Pädiater, Dr. Christoph Wettach, live aus seiner Kinderarztpraxis im Schwarzwald dazugeschaltet wurde.
Im Vorfeld hatten die Kinder Fragen gesammelt, die in vier Blöcke sortiert wurden:
- Was ist Hitze?
- Was macht Hitze mit meinem Körper?
- Was kann ich tun, wenn ich schon überhitzt bin?
- Wie kann ich mich vor Hitze schützen?
Diese Fragen wurden von einem Moderatoren-Team, bestehend aus Schülerinnen und Schüler beider Schulen, dem Pädiater Dr. Christopf Wettach gestellt, der sie den Anwesenden stets kindgerecht beantwortete. Darüber hinaus kamen viele weitere Themen zur Sprache, etwa: Was passiert mit Pflanzen und Wäldern? Wie schützen sich Tiere? Und ab wie viel Grad gibt es eigentlich hitzefrei?
Die Fachkräfte nahmen sich Zeit für sehr anschauliche Erklärungen: Sie beschrieben, wie Hitze entsteht und warum Hitzewellen durch die Klimaerwärmung häufiger werden. Besonders greifbar wurden die gesundheitlichen Aspekte: Der Körper verliert bei Hitze Flüssigkeit und Salze; Warnzeichen wie Kopfschmerzen, Schwindel oder Übelkeit sollten ernst genommen werden. Konkrete Erste-Hilfe-Schritte – etwa in den Schatten gehen, langsam trinken, kühlen – gaben Sicherheit für den Alltag. Auch vorbeugende Maßnahmen wurden besprochen: ausreichend trinken, leichte helle Kleidung, Kopfbedeckung, Sonnenschutzcreme, schattige Pausen und das Planen anstrengender Aktivitäten in die kühleren Tageszeiten.
„Am besten hat mir gefallen, dass wir unsere eigenen Fragen stellen konnten“, fasste eine Schülerin den Tag zusammen. Ein Schüler ergänzte: „Jetzt weiß ich, was ich tun kann, wenn mir in der Sonne schwindelig wird.“ Die beteiligten Lehrkräfte hoben die gelungene Zusammenarbeit zwischen den Schulen sowie den Praxisbezug des Formats hervor.
